Schwabenkrawall machte mich auf das künstlerische Erbe Armin Stöwes aufmerksam. So stieß ich unter anderem auf ein Lied des Albums „Circle of the Crayfish“ von Sixty Nine. Die Band setzte sich in der finalen Version aus den Musikern Stöwe und Roland Schupp zusammen. Das Duo trat im Jahr 1972 auf dem Giant Pop Festival Würzburg, der Hardrock-Night in Saarbrücken und dem Höxter-Festival auf. Das daraufhin veröffentlichte Album wurde als eines „der mitreißendsten, dynamischsten, explosivsten LPs, die man je von einer Zweimann-Formation gehört hat“ (Pressetext) bezeichnet. Im folgenden Jahr spielten sie eine Tour mit ungefähr 100 Veranstaltungen, deren Mitschnitte sie im Jahr 1974 zu einem Doppelalbum mit dem Namen „Sixty Nine Live“ zusammenfassten.

Armin Stöwe entwickelte später sein Konzept polyrhythmischer, polyphoner und polydynamischer Sequenzen und arbeitete außerdem mit diversen Musik-Computern und Synthesizer-Systemen. Er programmierte Software für Mini-Sequenzer sowie polyrhythmische Pulsgeber, entwickelte und baute Effekt- (10 Kanal-Flanger, 24-Band-Stereo-Vocoder, 64-Step-Digitalsequenzer) und Rhythmusgeräte (PPG Event-Generator System 380). Etwas zu spät, nämlich kurz nach der Entwicklung des „Dolby Sorround“ Klangsystems stellte er sein, aus acht Lautsprechern bestehendes, Raumklang-Beschallungssystems namens OCTON vor. Obwohl mit dieser Erfindung damals an vorderster Front der Technik, konnte der innovative Vordenker kaum kommerziellen Erfolg verzeichnen.

Hier noch ein, zwei Links zum Thema, aus denen ich u.a. meine Informationen bezogen habe.

Advertisements