Die reizende junge Frau, mit dem Künstlernamen Zaz wird häufig mit der berühmten Legende Edith Piaf, dem sogenannten „Spatz von Paris“ verglichen. Denn auch sie hat, genau wie die große Chansonsängerin, jahrelang in den Gassen von Montmartre ihr „Baguette“ mit Straßenmusik verdient. Wie das große, unvergessliche, ältere Pendant, besitzt Zaz eine besondere, etwas rauhe, interessante und angenehme Stimme. Ihr Stil ist trotz der genannten Parallelen jedoch unabhängig und individuell. Zaz erzählt schöne Geschichten, experimentiert mit Lyrik und umschreibt überaus glaubhaft und erfrischend ihre Liebe zum Leben. Sie konzertierte bereits in Nordafrika, Sibirien und vielen weiteren Orten, gewann den Talentwettbewerb „Réservoir Generation“ und erreichte mit ihrem in Kanada und Frankreich aufgenommenem Album den ersten Platz der französischen Albumcharts. Vor ein paar Monaten konnte ich sie live bei einem Konzert in Hamburg erleben, auf dem sie mit ihrer sympathischen und tollen Band wirklich jedem Einzelnen der erstaunlich bunten Menge an Besuchern, einen wunderbaren Abend bescherte.

Es folgen das bekannteste („je veux“) und eines der schönsten Lieder („les passants“) der erfrischend sympathischen Musikerin.

Je veux!

Donnez moi une suite au Ritz, je n’en veux pas!
Des bijoux de chez CHANEL, je n’en veux pas!
Donnez moi une limousine, j’en ferais quoi?
Offrez moi du personnel, j’en ferais quoi?
Un manoir a Neufchatel, ce n’est pas pour moi.
Offrez moi la Tour Eiffel, j’en ferais quoi?

Refrain:
Je Veux d’l’amour, d’la joie, de la bonne humeur, ce n’est pas votre argent qui f’ra mon bonheur, moi j’veux crever la main sur le coeur. Allons ensemble, découvrir ma liberté, oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité.

J’en ai marre de vos bonnes manières, c’est trop pour moi!
Moi je mange avec les mains et j’suis comme ça!
J’parle fort et je suis franche, excusez moi!
Finie l’hypocrisie moi j’me casse de là!
J’en ai marre des langues de bois!
Regardez moi, toute manière j’vous en veux pas et j’suis comme ça

AUF DEUTSCH:

Gebt mir eine Suite im „Ritz“, ich will sie nicht!
Gebt mir Schmuck von Chanel, ich will ihn nicht.
Gebt mir eine Limousine, was soll ich damit?
Stellt Personal für mich ein, was soll ich damit?
Eine Villa in Neuchâtel ist nichts für mich.
Schenkt mir den Eiffelturm, was soll ich damit?

Ich will Liebe, Freude und gute Laune, es ist nicht euer Geld, das mich glücklich macht. Ich, ich will mit der Hand auf meinem Herzen sterben. Lass uns gemeinsam meine Freiheit entdecken, vergesst all eure Klischees, Willkommen in meiner Realität!

Ich habe genug von euren guten Manieren,
sie sind zu viel für mich.
Ich, ich esse mit den Händen und so bin ich.
Ich rede laut und ich bin offenherzig, entschuldigt mich.

Beendet die Scheinheiligkeit, ich gehe daran kaputt,
ich habe genug von den hohlen Phrasen.
Schaut mich an, trotzdem gebe ich euch nicht die Schuld, und so bin ich.

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