Nachdem ich, in Form der Stücke des Vince Guaraldi Trios zu Peanuts Comics, ein Bespiel für die Verbindung von „Zeichentrick und Jazz“ gegeben habe, folgt nun das ultimative Zusammenspiel von „Zeichentrick und Klassik“: Fantasia!

Im Jahr 1940 entstand Fantasia als eine der ersten Disneyproduktionen überhaupt. Der Soundtrack des Film bestand aus klassischer Musik, die vom Philadelphia Orchestra, unter der Führung des Dirigenten Leopold Stokowski (siehe Foto), eingespielt wurde.

Genau genommen dient bei Fantasia jedoch nicht die Musik dem Bild, sondern vielmehr das Bild der Musik. Der Film begleitet die eigentliche Musik mit Bildern, die alternativ zur Gedankenwelt des Hörers, eine mögliche Musikrezeption darstellen. Selbstverständlich wird damit eine spezifische Sichtweise und gelegentlich auch ein völlig neuartiges Verständnis der Werke präsentiert. Somit wird Fantasia zu einem völlig neuen, eigenständigen Kunstwerk.

Es folgt Disneys Interpretation des Zauberlehrlings von Paul Dukas, nach einem Gedicht von Goethe. In der Hauptrolle natürlich Mickey Mouse.

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