Nun verlasse ich dieses schöne Land, in dem ich in den letzten fünf Monaten viele Erfahrungen gemacht habe, die ich nicht missen möchte. Ich habe tolle belgische und internationale Freunde gefunden und wieder einmal viel über subtile, kulturelle Unterschiede gelernt. Mir wurden sowohl die Schönheiten als auch die Problematiken des Landes bewusst. So leisteten während meines Aufenthaltes hier, nach 541 Tagen ohne Regierung, schließlich Elio Di Rupo und sein 12-köpfiges Kabinett in Brüssel den Regierungseid vor König Albert II. Dabei war es äußerst spannend hautnah mitzuerleben, wie sich die Bürger zu solch einer Ausnahmesituationen verhalten. Obwohl ich mich freue nun in meine Heimatstadt zurück zu kehren, verlasse ich Belgien recht wehmütigig. Ich möchte gerne wiederkehren und werde stets herzlich auf meine Zeit in diesem liebenswerten und interessanten Land zurück blicken.

O liebes Land, o Belgiens Erde,
Dir unser Herz, Dir unsere Hand,
Dir unser Blut, dem Heimatherde,
wir schworen’s Dir, o Vaterland!
So blühe froh in voller Schöne,
zu der die Freiheit Dich erzog,
und fortan singen Deine Söhne:
„Gesetz und König und die Freiheit hoch!“

O Belgien, o teure Mutter, Dir gehören
unsere Herzen, unsere Arme!
Dir gehört unser Blut, Vaterland!
Alle schwören wir Dir: Du wirst leben!
Groß und schön wirst Du immer leben
und der Wahlspruch Deiner
unverbrüchlichen Einheit wird heißen:
Für König, Recht und Freiheit!

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