Am 24.02 besuchte ich eine aufregende Ausstellungseröffnung. Rafał Milach zeigte in der Galeria Zechęta zum ersten Mal die Bilder seiner Reihe „7 Pokoi“, was übersetzt „7 Räume“ bedeutet. Darin veranschaulicht er die Geschichten von Russen, die – noch in der Sowjetunion geboren – ihr Erwachsenenleben in der Ära Putin verbringen. Es handelt sich um ganz normale Leute, um deren Freunde und Familien, sowie um die Welt in der sie heute leben. In Milachs Fotos findet sich weder Extremismus noch Sensationalismus. Der Fotograf liefert vielmehr einen ehrlichen und realistischen Einblick in das echte Leben verschiedener moderner individualistischer Charaktere.

Das Publikum der Eröffnung war auffallend jung. Frisch, gestylt und interessiert erschien die Warschauer Szene scheinbar vollzählig, um sich die Bilder des jungen beeindruckenden Fotografen anzusehen. Die Ausstellung war voll, die Stimmung gut und das Kunstwerk äußerst gelungen. Ich hatte ein kurzes Gespräch mit dem spannenden Künstler, dem man zu einem solch gelungenen Auftakt nur gratulieren konnte. Im Juni kommt die Ausstellung nach Berlin, wo sie mit Sicherheit einen ebenso großen Erfolg verzeichen wird.

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